Ohne Bakterien und Pilze sähe es auf der Erde aus wie auf dem Mars

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Unsere Böden filtern Trinkwasser und lassen Nahrungsmittel wachsen. Diese Leistung können sie jedoch nur vollbringen, weil in ihnen Tausende von Pilz- und Bakterienarten leben, die wie Räder eines Uhrwerks zusammenarbeiten.

Das weisen Forschende von Agroscope und Universität Zürich nach. Die Resultate sind kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift «Nature Communications» erschienen. Das Fazit: Je artenreicher die mikrobielle Gemeinschaft ist, desto mehr Ökosystem-Funktionen bleiben intakt – was sich positiv auf die Landwirtschaft auswirkt.

«Es ist vermutlich die erste Studie, die zeigt, dass Bakterien und Pilze in unseren Böden in riesigen Netzwerken organisiert sind und dass diese Netzwerke sehr wichtige Funktionen erfüllen», sagt Marcel van der Heijden, Agrarökologe bei Agroscope und der Universität Zürich. «Je verflochtener das Netzwerk ist, desto mehr können unsere Böden für die Landwirtschaft leisten.»

An dieser Untersuchung arbeiteten mehrere Forschungsteam, darunter zwei Mitglieder des Swiss Plant Science Web:

Dr. Marcel van der Heijden, Forschungsgruppenleiter an der Agroscope und Professor am Department of Plant and Microbial Biology der Universität Zürich

Dr. Klaus Schlaeppi, Forschungsgruppenleiter am Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern

Referenzpublikation
Cameron Wagg, Klaus Schlaeppi, Samiran Banerjee, Eiko E. Kuramae & Marcel G. A. van der Heijden
Fungal-bacterial diversity and microbiome complexity predict ecosystem functioning
Nature Communications volume 10, Article number: 4841 (2019)

Quelle
News.admin.ch

In English: https://www.admin.ch/gov/en/start/documentation/media-releases.msg-id-77020.html